
Am 24. April findet der 34. Ruhrgebietswandertag 2016 statt. Insgesamt drei Wanderungen, davon eine mit dem Rad, führen von Lünen bzw. Bork zum Willi-Brand-Platz in Selm. Wir haben die Wanderung 1 von Lünen nach Selm schon probegewandert und vorab auf Herz und Nieren geprüft. Resümee: Tolle Strecke primär auf Asphalt.
Der Ausgangspunkt für die Wanderung 1 liegt auf der dem Busbahnhof abgewandten Seite der Gleise. Der Weg führt in nördlicher Richtung stadtauswärts. Von der Innenstadt geht es durch schmucke Wohngebiete über Baum gesäumte Straßen bis um Rand des Forst Cappenberg.
Am Waldrand folgt der Weg scharf rechts dem Waldsaum nur um kurze Zeit später nach einer weiteren Rechtskurve links in Richtung Jugendherberge bzw. Cappenberger See abzuknicken. Kuze Zeit später passieren wir die idyllisch im Wald gelegene Jungendherberge und haben einen guten Blick auf den unter uns liegenden See. Von hier geht es noch einige Meter durch den Wald bevor der Weg zunächst am Waldsaum entlang, dann aber über freies Feld führt.
Quer durch Cappenberg folgt der Weg dem Cappenberger Damm bevor er links in einen asphaltierten Feldweg einbiegt. Dieser führt zunächst über offenes Feld, später am Waldrand entlang bevor er unmittelbar vor einem Hof nach links abknickt. Nach einem kurzen Abschnitt an einem Feld entlang führt im Anschluss ein Waldweg durch einen weiteren Teil des Naturschutzgebietes Forst Cappenberg.
Der Weg geht nun links weiter und folgt nach wenigen hundert Metern rechts der Luisenstraße. Sie führt ebenfalls über das offene Feld bis ins Stadtzentrum von Selm. Der Weg führt immer weiter geradeaus bevor links die Bachstraße abbiegt.
Das Ziel: Ruhrgebietswandertag 2016
Am Ende der Bachstraße geht es rechts, sofort die nächste Straße links. Hier ist das Ziel schon fast erreicht. Durch den kleinen Park auf der Rückseite des Rathauses erreicht man mit dem Willy-Brand-Platz das Ziel der Wanderung.
Abreise
Nicht mehr zur Tour gehört der Weg zum Bahnhof Selm-Beifang dieser ist vom Endpunkt der Wanderungen gut erreichbar. Über den Willy-Brand-Platz einfach in nördlicher Richtung zur Kreisstraße durchschlagen. Auf Höhe der Brückenstraße geht links ein Radweg ab. Dieser verläuft entlang eines kleinen Bachs und mündet an einer kleinen Brücke auf den Sandforter Weg. Folgt man diesem links bis zum Bahnübergang liegt der Bahnhof auf der linken Seite.

Das hat uns gefallen…
Die Streckenführung des Ruhrgebietswandertag 2016 ist nahezu vollständig Barrierefrei. Gleichzeitg verläuft der Weg durch landschaftlich reizvolle Gegenden.
Von wenigen Treppen am Schloss Cappenberg abgesehen, die zusätzlich über schmale Rampen verfügen, bzw. bequem umfahren werden können, legt der Weg den Wanderern auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl quasi keine Steine in den Weg.
Bei schmerzenden Füßen oder drückenden Wanderschuhen ist häufig ein „Notausstieg“ möglich. Bushaltestellen finden sich an verschiedenen Punkten der Strecke.
Das hat uns nicht gefallen…
Der einzige Kritikpunkt ist nicht wirklich einer: Die gesamte Strecke verläuft auf verfestigtem Untergrund das ist für eine Familienwanderung zwar sinnvoll und praktisch, aber weder gelenkschonend noch besonders angenehm.
Tipp für Alle die mit der Bahn kommen
Aus Richtung Ruhrgebiet fährt unter anderem die Westmünsterland-Bahn RB51 Richtung Gronau/Enschede zu den Startpunkten der Wanderungen nach Lünen bzw. Bork.
Gut zu wissen: Der letzte Ort im Verbundraum des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr (VRR) ist Lünen. Die folgenden Bahnhöfe zählen bereits zum Zweckverband Münsterland bzw. zum VRL.
Für Inhaber von VRR-Tickets lohnt sich der Kauf eines Anschluss Tickets. Vom Endpunkt aller drei Wanderungen, Selm-Beifang bis Lünen kostet das Anschlussticket aktuell (15.04.2016) nur 2,20 EUR.
Links
Informationen zum 34. Ruhrgebietswandertag 2016 und GSP-Tracks zum herunterladen auf der Webseite des SGV:
http://sgv.de/neuigkeiten-detail/items/id-34-ruhrgebietswandertag-in-selm.html
Jugendherberge Cappenberger See:
http://www.djh-wl.de/de/jugendherbergen/cappenberger-see
Interessantes am Rande…

Ehemaliger Wildpark Cappenberg:
Der ehemals ca. 30 ha große Wildpark ist seit Anfang des Jahres 2009 geschlossen. Unterhalb des Schloßes befand sich früher ein Gehege für Rot- und Damhirsche sowie Mufflons und Lamas. Wanderwege durchzogen das Gelände. Auch Greifvögel wie Bussard, Milan, Falken und Uhus waren in Volieren zu sehen. Diese Falknerei im Burghof wurde allerdings bereits 2008 wieder aufgelöst.
Ein letztes Mal machte der Park in Dezember 2008 Schlagzeilen, als ein Rudel Damhirsche ausbrach und tagelang in der Umgebung umherirrte.
Beim Ruhrgebietswandertag 2016 ist der ehemalige Eingangsbereich des Tierparks am Schlossberg-Anstieg noch auch der rechten Wegseite zu sehen.
[Text/Fotos: reviersteiger]